Letzte Woche habe ich sie wieder gesehen, die Herren jenseits der 60, mit Sandalen, kurzen Hosen und weißen bzw. hellbraunen Socken, welche bis zur halben Wade hochgezogen waren.

Warum schmerzt dem Normalbürger dieser Anblick? Es soll das ja eine modische Todsünde sein, wenn Männer Socken in Sandalen tragen. Die Frage ist, warum tun diese Männer das? Um den Frauen zu gefallen? Weil die Frauen den Männern die Sachen rauslegen? Weil die Männer nicht ihre ungepflegten, verhornten Füße zeigen wollen? Diesem Phänomen werden wir wohl nicht so schnell auf die Schliche kommen. Aussterben wird diese Spezies auch nicht, denn diese modischen Entgleisungen werden vererbt. Ich habe auch schon jüngere Männer mit der Sandalen-Socken-Kombination gesehen. Leider.

Blickt man weit zurück, so haben die alten Römern, welche damals auf der britischen Insel landeten, bereits Strümpfe in ihren Sandalen getragen. Das hing aber damit zusammen, dass sie warme Füße haben wollten, weil es in Britannien wesentlich kälter war als zu Hause im Mittelmeerraum. Aber warum dies in die Neuzeit retten, zumal heutzutage Sandalen in der Regel nur im Hochsommer getragen werden?

Männer sollten ihre Füße pflegen, sich ein wenig mehr Selbstbewusstsein zulegen, sich von den Frauen nichts vorschreiben lassen und einfach FlipFlops oder Trekkingsandalen tragen, ohne Strümpfe versteht sich. Barfuß wäre auch eine Alternative. Wer unbedingt seine Füße nicht zeigen will, zieht eben Sneaker bzw. Turnschuhe mit Füßlingen (Sneakersocken) an. Oder sie gehen mit der Mode und schlüpfen in geblümte Gummistiefel, darin sieht man wenigstens die weißen Socken nicht.