Dies sagte gestern ein Freund anläßlich meines 40. Geburtstages zu mir. Ja, jetzt gehöre ich auch richtig zu den Erwachsenen, zumindest vom Alter her. Aber muss ich jetzt in eine Lebenskrise rutschen, nur weil jetzt eine „4“ beim Alter vorn steht? Darf ich jetzt bestimmte Dinge nicht mehr tun, weil es in meinem Alter nicht mehr schicklich ist? Muss ich zum Tanztee und mir von Helene Fischer und Konsorten Ohrenschmerzen holen? Darf ich ab jetzt nur noch Bundfaltenhosen tragen? Muss ich jetzt Biertrucks sammeln oder mit einem Kissen auf dem Fensterbrett dem Geschehen auf der Straße zusehen?

Nein, ich ordne mich nicht einer Zahl unter und trage weiterhin meine adidas Superstar II. Gehe zu Konzerten meiner (Jugend)Helden. Tausche meine IKEA-Möbel nicht gegen eine Schrankwand „Buche Dunkel“ aus. Lache und blödle mit Freunden herum.

Klar habe ich inzwischen einen kleinen Schnitzelbogen, aber dazu stehe ich. Dafür ist mein Haar noch voll und noch nicht ergraut. Aber wenn es dies wäre, könnte und würde ich es auch nicht ändern, denn es gehört zu mir.

Eine Mittlebenskrise gibt es einfach bei mir nicht. Das ist eine Erfindung der Psychologen. Ich bleibe einfach wie ich bin und schön, dass es mich gibt.