Diesen Spruch haben wir oft gehört und lächelnd daran gedacht, wer denn eigentlich den Ponystall sauber macht. Dann waren aber wir diejenigen, die zum Ausmisten eingeteilt wurden, obwohl wir eigentlich nur die Schleifen in die Mähne der Vierbeiner binden wollten. Zack, schon waren wir enttäuscht.

Doch warum sind wir so oft enttäuscht? Enttäuschungen sind immer das Ergebnis von unerfüllten Erwartungen, Hoffnungen,Träumen oder Wünschen. Man hat sich getäuscht, einfach in die falsche Richtung geschaut. Plötzlich werden wir mit der harten Realität konfontiert.

Je stärker wir das Ereignis herbeigesehnt haben bzw. je mehr wir investiert haben, umso größer ist die Enttäuschung. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir ein uns selbst gestecktes Ziel nicht erreicht haben oder ob ein anderer Mensch involviert ist.

Doch das negative Gefühl einer Enttäuschung möchten wir nicht spüren. Wir fühlen uns von den anderen oder dem Leben verraten . Doch in Wirklichkeit haben wir die Dinge oder Personen nur falsch eingeschätzt und müssen nun, wenn wir nicht  in Frustrationen oder Kummerattacken verfallen wollen, uns der Wahrheit stellen. Auch wenn dies am Anfang weh tut.

Enttäuschungen gehören zum Leben, denn wir können nicht in die Zukunft schauen und andere Menschen richten sich auch nicht immer nach unseren Vorstellungen.

Aber der Erkenntnisprozess ist positiver Natur und diese Erfahrungen können wir bei den nächsten Erwartungen, Hoffnungen, Träumen oder Wünschen sogleich anwenden.

Vielleicht dürfen wir ja doch einmal die Schleifen an die Ponys binden.

Obwohl, ich wollte eigentlich nie auf den Ponyhof. Mich zog es eher mit dem Fahrrad in den Wald, um dort am Tümpel Frösche zu fangen. Die quakten aufgeregt, als ich sie wieder ins Wasser warf und sie waren darüber sicher nicht enttäuscht.