Eine namhafte Dresdner Medienfrau startete unter dem Hashtag #darumbloggen einen Aufruf an die Blogger mit der Frage, warum wir denn eigentlich bloggen. Diese Frage hat einen leichten philosophischen Anspruch und man kann sie dennoch trivial beantworten. Zumindest versuche ich es mal:

Mein erster Blogbeitrag ist auf den 20. Juni 2010 datiert. Es war eine fantastische Kurzgeschichte, die ich als Jugendlicher schrieb. Dann kam noch eine Hörspielrezension von Olaf Schubert hinzu und so richtig los ging es im Sommer desselben Jahres, als ich allein in den Alpen wandern war und ich mir abends die Zeit mit dem Verschriftlichen meiner Reiseerlebnisse vertrieb. Es folgten kleine Abhandlungen zu alltäglichen Dingen, Weihnachtsgeschichten, Naturbeobachtungen, Fiktionen, einfach alles, was mir so in durch Kopf schoss oder was ich selbst erlebt hatte. Meist sind die Geschichten mit einem Augenzwinkern verfasst, aber auch mal nachdenklicher oder ernster, aber nie todernst.

Weihnachten 2013 hielt ich dann plötzlich mein erstes Buch in den Händen, so richtig aus Papier, was natürlich ein wunderbares Geschenk für Freunde und Familie war. Zahlreiche Leser hatten mich dazu gedrängt, meine Geschichten zu veröffentlichen und so wählte ich knapp 60 Beiträge meiner Seite aus. Inzwischen ist mein Blog schon auf fast 130 Beiträge gewachsen, es ist das reinste Gedanken- und Gefühlssammelsurium und vielleicht wird es bald wieder an der Zeit, ein neues Buch zu kreieren.

Was treibt mich eigentlich an, immer weiter zu schreiben? Die Motivation kommt von tief Innen, ich habe ab und zu das Bedürfnis, über eine Sache zu schreiben, die mich bewegt oder ich hatte eine Muse, die mich zu Gedankenergüssen trieb. Dann möchte ich natürlich andere Menschen daran teil haben lassen.

So freue ich mich dann auch, wenn die Leser, die meine Seite besuchen, ab und zu einen Kommentar hinterlassen oder sich anderweitig über meine Beiträge äußern. Jeder Mensch freut sich über ein wenig Anerkennung und Wertschätzung. Mit der Zeit lernte ich, die Beiträge sprachtechnisch immer mehr zu verfeinern, raffinierte Formulierungen einzubringen oder rasante Wendungen in die Stories einzubauen. Ja, man kann das Hirn damit trainieren und es macht wahnsinnig viel Spaß!

Da ich keine pekunären Ziele verfolge, bin ich auch unabhängig in dem, was ich hier verfasse. Das ist meine kleine Freiheit und somit meine kleine triviale Philosophie. Womit wir wieder bei der Eingangsfrage wären.

Für alle, die auch einen Blog eröffnen wollen: Macht es einfach und schreibt, was ihr mögt und worüber ihr denkt, was euch bewegt. Es gibt immer jemanden, dem es gefällt, der derselben Meinung ist oder auch nicht. Ein Blog lebt von Interaktionen und das ist doch, was zählt.