Ein Indianer bei der Weizenernte.

Ich sitze unter dem alten Kirschbaum, der vor dem Ferienhaus steht und döse vor mich hin. Es ist unheimlich heiß. Wahrscheinlich bin ich etwas eingenickt, denn ich schrecke hoch, als ich ziemlich nah lauten Maschinenlärm höre. Direkt an der Grundstücksgrenze des Hauses liegt ein Weizenfeld in der gleißenden Sonne. Die flimmernde Luft tanzt vor Hitze über den Ähren. Der Lärm

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Sommerwiesentraum.

Bäuchlings lassen wir uns auf die Sommerwiese fallen, hören das friedliche Gesumm und Gebrumm, riechen Schafgarbe, den Klee, das Gras. Die zitternden Gräser schlagen über uns zusammen. Der blaue Rittersporn hält Wache, das Johanniskraut und der Ginster leuchten gelb bis in die lichtgrüne Nacht hinein. Sie stützt ihre Arme auf und beobachtet einen Marienkäfer auf einem schwankendem Halm. Ich schaue

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Das Paradies aus dem Versandhauskatalog.

Die gewitzten, wie auch tiefsinnigen Äußerungen von Alexandra Tobor alias @silenttiffy verfolge ich schon fast drei Jahre auf Twitter. ‚Wer kleine Kunstwerke in 140 Zeichen packt, dessen Bücher müssen einfach Freude beim Lesen machen ‚, dachte ich und war voller Erwartung auf ihr erstes Buch. Nun ist es endlich erschienen. Es trägt zwar den etwas sperrigen Titel „Sitzen vier Polen

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Klatschmohn und andere Farbtupfer.

Sammeltransport.

Die Großeltern hatten die Familie zum Pfingsttreffen zusammengetrommelt. Das sommerliche Wetter passte hervorragend, um sich den ganzen Tag an der frischen Luft aufzuhalten und den verschiedensten kulinarischen Genüssen zu frönen. Für die Kinder wurde die alte Zinkbadewanne aus ihrem Winterschlaf erweckt und kurze Zeit später plantschte und quiekte der Nachwuchs aus dem Wasserbehälter. Alle waren zufrieden. Zumindest fast. Mich lockten

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Der Sommer vor den Eisheiligen.

Gestern war Hochsommer. 31 Grad im Schatten. Dresden transpirierte vor sich hin. Die Luft war zum Schneiden dick. Selbst die schwatzhaften Vögel waren des Zwitscherns müde. An einem 11. Mai sind solche Temperaturen eben sehr gewöhnungsbedürftig. Gegen Abend wurde die Schwüle unerträglich. Doch am Himmel kündigte sich mit dunklen Gewitterwolken Abkühlung an. Dann nahm der Wind zu und wirbelte die

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Der alte Apfelbaum.

Auf der Wiese steht ein riesiger Apfelbaum. Weil er so alt ist, kann er sich selbst kaum noch tragen. Deswegen hat der Bauer etwa drei Meter vom Stamm entfernt einen dicken Stock als Stütze für den größten Seitenast aufgestellt. Wieder trägt der Baum Blüten. Er gönnt sich kein Ruhejahr. Versunken steht er da und setzt Früchte an. Mittags besucht ihn

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Wanderung durch den Schaftwald im Bielatal.

Bizarre Sandsteinfelsen

Samstagmorgen und die Sonne scheint. Die Rucksäcke der Kinder und mein eigener sind schnell gepackt, die Stullen geschmiert, die Flaschen gefüllt. Dann geht es mit dem Auto in die Sächische Schweiz. Startpunkt ist der Parkplatz ein kleines Stück vor der Ottomühle im Bielatal. Das Parken kostet drei Euro, aber das ist bei touristischen Zielen inzwischen Normalität. Dann ging es den

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Bieneninvasion im Kirschbaum.

Biene

Heute Morgen, als ich unter dem über 40jährigen Kirschbaum stand, vernahm ich seltene Geräusche. Ich hob den Kopf und über mir breitete sich ein weißes Blütenmeer aus. Ich schloss die Augen und hörte die hundertfachen Flügelschläge der fleißigen Bienen als Summen und Brummen. Ein Augenblick für die Ewigkeit. Sogleich holte ich meine Kamera aus dem Haus, um die Bienen bei

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Hummelflug.

Hummel

Normalerweise ist Ostern das schönste Frühlingswetter. Diesmal schien zumindest am Ostermontag die Sonne ein paar Stunden, doch der stürmische Wind trübte den positiven Gesamteindruck. Die Kinder hatten ihre Osternaschereien gefunden und waren längst ins Haus geflüchtet. Da entdeckte ich hinter dem Schuppen in den Johannisbeersträuchern, an deren Zweigen sich die ersten zarten Blätter zeigten, eine laut vor sich hinbrummende Hummel.

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Frühling in der Dresdner Heide.

Es war das erste sommerlich warme Wochenende in diesem Jahr. Satte 21 Grad und Sonnenschein ließ die Menschen, wie es schon damals Goethe im Osterspaziergang beschrieben hatte, in Scharen in die Natur strömen. Nur ist Ostern erst in drei Wochen. Dennoch wollten alle die wärmenden Sonnenstrahlen genießen. So zog es uns auch hinaus in die Natur. Diesmal war die Heidemühle

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LEGO-Fieber.

Fast jeder kennt die kleinen bunten Plastikbausteine, mit denen man wunderbare Dinge bauen und seine kreative Fantasie ausleben kann. Aufgrund meiner frühen Geburt im östlichen Teil Deutschlands hatte ich allerdings keine LEGO-Steine, sondern das DDR–Pendant, die PEBE-Klötzer. Diese ähneltem dem LEGO-System, jedoch ging die Steinvielfalt nicht über das Grundsortiment des Originals hinaus. Gespielt habe ich dennoch sehr viel damit und

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