Unbarmherzig nagt der Zahn der Zeit.

Gestern am frühen Vormittag war es soweit: Ich überlebte eine Wurzelspitzenresektion. Ich gebe zu, diese Maßnahme war notwendig, da die Backenzahnwurzel entzündet war. Da ich nicht masochistisch veranlagt bin, freute ich mich natürlich nicht auf den Termin beim Kieferchirurgen. Dennoch habe ich mich auf dessen Folterstuhl gesetzt. Die Operation war nach einer knappen halben Stunde vorbei und es war wirklich

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Kartoffelsalat und Heiligabend – Krieg und Frieden.

Nun sind es noch vier Tage bis Heiligabend. Langsam macht sich im Land Unruhe breit, die ganzen Zutaten für die Weihnachtsfressorgien müssen besorgt werden. Zuerst kommt dabei der seit Generationen traditionelle Kartoffelsalat am Heiligabend an die Reihe. Diejenigen, die ihn lieben, wollen immer nur Omas Kartoffelsalat futtern. Diejenigen die ihn hassen, boykottieren diesen Brauch. Doch der Großteil der deutschen Bevölkerung

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Winterwolken.

Der Himmel strahlt tiefblau an diesem Dezembernachmittag. Große weiße Haufenwolken ziehen wie ein Zug mit ausladenden, dick gepolsterten Waggons im Eiltempo lautlos am Himmel entlang. Keine Lichtsignalanlage, kein Bahnhof hält sie auf. Im Himmel gibt es keinen Stau. Freie Fahrt für die Wolkenbahn! Doch langsam nimmt das Tempo des Wolkenzuges ab. Die Waggons sind nun dunkler geworden. Der Himmel hat

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Tim und der Kosmonaut – Eine Weihnachtsgeschichte.

Es war Ende November in der kleinen Stadt und es herrschte bereits eine bittere Kälte. Tim drückte sich die Nase an der Schaufensterscheibe des Spielzeugladens platt. Immer wieder wischte er mit dem Ärmel seiner Jacke die Scheibe blank, die durch seinen Atem beschlug. Fasziniert und zugleich gedankenverloren schaute er sich den kleinen Kosmonauten in seinem dicken Raumanzug an, der neben

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Herbst auf Burg Kriebstein.

Wochenende und Sonnenschein und das im November. Diese Gelegenheit galt es zu nutzen, um der schönsten Ritterburg Sachsens einen Besuch abzustatten. So ging es auf der A4 von Dresden in Richtung Chemnitz, die Abfahrt Hainichen hinunter und nach einigen Kilometern ist man schon da. Kriebstein, wo zu DDR-Zeiten die Papiertaschentücher hergestellt wurden, künden noch immer mit weithin sichtbaren Wasserdampfwolken, dass

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Das Beigemysterium.

Sie sind überall und es werden immer mehr: Beigefarbenen Blousons, Westen, Jacken, ja sogar beigefarbene Hosen. Getragen von Rentnern oder Senioren, die sich wohl unsicher in der Farbwahl ihrer Kleidung sind. Sie denken wahrscheinlich, beige ist zeitlos und neutral, es passt zu allem und man kann es gut kombinieren. Doch weit gefehlt: In Verbindung mit dem altersbedingten grauen Haar verschwinden

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Oktoberfrost.

Gerade einmal zwei Wochen ist der schwüle Altweibersommer vorbei, da kommt der Herbst mit mit viel zu großen Schritten auf uns zu. Heute Nacht kam der erste Frost, welcher im Garten vielen Pflanzen den Erfrierungstod brachte. Welk, aber mit einem filigranen Rauhreiffilm umhüllt, liegen die großen Zucchiniblätter auf der Erde darnieder. Einige winterharte Blumen trotzten dem Kälteanschlag und haben überlebt.

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Dresden im Electro-Pop-Rausch.

Dresden, Alter Schlachthof, Samstag, 8. Oktober 2011, 16:35 Uhr: Der Einlass zum wohl größten Synthie-Pop-Festival, was Dresden wohl jemals gesehen hat, beginnt. Es mutet wie ein Tanztee an, um diese Uhrzeit bereits zu einem Konzert zu gehen. Aber es warteten immerhin vier Electro-Pop-Heroen auf das Gehör der Fans. Punkt 17:10 Uhr stand die aus Neubrandenburg stammende Band MINERVE auf der

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Altweibersommermorgen.

Heute, ganz früh am Morgen, als die meisten Menschen noch schliefen, haben die Elfen und Zwerge ihre Gespinste über die Wiesen, Bäume und Sträucher gelegt. Zumindest erzählen dies die Erwachsenen den Kindern. Läuft man dann noch etwas schlaftrunken durch die Natur, verfängt man sich in diesen Gespinsten, die regelrecht auf der Haut kleben bleiben, meistens natürlich im Gesicht. Dabei sind

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Das Riesenwindrad zu Glaubitz.

Majestätisch streckt sich der 179 Meter hohe Koloss auf den Feldern zwischen Glaubitz und Streumen in die Höhe. Er überragt dabei die anderen 20 Windräder um etwa die doppelte Höhe. Bis zur Rotornabe sind es gar 138 Meter und die Spannweite der Rotoren beträgt unglaubliche 82 Meter. Im Jahr soll der Riese 5.350 Megawattstunden Nettowindertrag bringen. Dies entspricht dem durchschnittlichen

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Ein Herbstmorgen in Dresden.

Wie jeden Wochentagmorgen quäle ich mich aus dem Bett und mache mich anchließend auf den Weg zur Arbeit. Heute ist es irgendetwas anders. Mit noch halbgeschlossenen Augen, in Gedanken im kuschelig warmen Bett, nehme ich wahr, dass es heute noch nicht so richtig hell ist. Nebel wabert über die Elbwiesen. Verschlafen blinzeln mich die Elbschlösser auf der anderen Seite des

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