Schlagwort-Archiv: Herbst

Das Herbstnebelgespenst.

Müde stehen die Weiden und Schwarzerlen am Rande des Sees. Im Sommer spiegelten sie sich mit ihrem prächtiges Laubkleid im Wasser. Jetzt stehen dort kahle Gerippe aus Ästen und Zweigen, welche sich im grauen Wasser verlieren. Der Herbst hat das Wasser des Sees ergrauen lassen. Blätter schwimmen darinnen und bilden eine blasse gelb-rot-braune Wasserwiese. In der Nähe spottet der Eichelhäher

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Opa Langbein.

Weberknecht

Mein Sohn traut sich nicht, die Schuppentür zu öffnen, um sein Fahrrad heraus zu holen. Als Ausrede gibt er an, Weberknechte würden die Tür bewachen. Ein zwölfjähriger Junge hat Angst vor Spinnen. Ich seufze tief und laut hörbar. Aber was sind Weberknechte eigentlich für Tiere?  Die Weberknechte, auch Schuster, Kanker, Zimmermann oder Opa Langbein genannt, stellen eine Ordnung der Spinnentiere

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Das Holozän endet im August.

schnee

In den Nachrichten sprechen sie von einstelligen Temperaturen bis zum späten Vormittag. Genauso stelle ich mir einen Spätsommermontag im August vor. Als ich vor die Haustür trete, kriecht mir die Kälte zielstrebig unter meine Sweatjacke. Mich fröstelt es leicht. Sollte ich wirklich schon die Winterjacke hervor kramen? Vielleicht auch gleich den kuschligen Schal, die Pudelmütze und die wollenen Handschuhe? Man

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Spätsommermelancholie.

sonnenblume

Wenn der Wind über das Stoppelfeld weht, ist Herbst, sagte Großvater immer. Heute bestickt nur eine leichtfüßige Brise das blaue Tuch des Himmels mit weißen Wolkenblumen. Vor mir breitet sich das scheinbar unendliche Meer des Sonnenblumenfeldes aus, welches ich bereits vor sechs Wochen bestaunt hatte. Doch die goldgelbe Blütenpracht ist dahin. Letztens lächelten mich noch tausende Blüten freudig an, heute

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Erkenntnis unterm Apfelbaum.

Apfelbaum

Die Zweige des Apfelbaumes ächzen schwerbeladen fast bis ins Gras hinab, obwohl den Früchten noch die letzte Herbstsüße fehlt. Der Sturm letzte Woche hat fast alle Blätter vom Baum gefegt. Nun hängen die leuchtend roten Früchte wie Weihnachtskugeln an einem Tannenbaum. Nur das Lametta und die Kerzen fehlen. Mein Sohn steht unter einem Ast, reißt einen Apfel ab, beißt hinein,

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Der Versuch, einen Schmetterling zu zähmen.

tagpfauenauge

Als die Morgen kühler werden und braunkappige Butterpilze zwischen Gras und Spinnweben wachsen, fliegt ein Tagpfauenauge in das Zimmer des Mädchens. „Er hat sich verflattert“, ruft sie und ist glücklich, als er auch am dritten Tag noch an ihrer Gardine hängt. Ab und zu gaukelt er durchs Zimmer. „Endlich habe ich auch ein Tier!“ Das Mädchen bettelt: „Warum kann ich

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Spinne am Abend.

Die Abendsonne blendet mich, als ich die Haustür öffne. Wenige Schritte weiter spannt sich das filigrane Netz einer Kreuzspinne zwischen zwei Bäumen. Die darin eingesponnene Wespe wird sorgsam von der Spinne bewacht. Schließlich ist das Spinnennetz Futterfalle und Speisekammer zugleich. Fasziniert bleibe ich stehen und beobachte das Naturschauspiel. Dabei vergesse ich den vollen Mülleimer in meiner Hand.

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Herbst auf Burg Kriebstein.

Wochenende und Sonnenschein und das im November. Diese Gelegenheit galt es zu nutzen, um der schönsten Ritterburg Sachsens einen Besuch abzustatten. So ging es auf der A4 von Dresden in Richtung Chemnitz, die Abfahrt Hainichen hinunter und nach einigen Kilometern ist man schon da. Kriebstein, wo zu DDR-Zeiten die Papiertaschentücher hergestellt wurden, künden noch immer mit weithin sichtbaren Wasserdampfwolken, dass

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Oktoberfrost.

Gerade einmal zwei Wochen ist der schwüle Altweibersommer vorbei, da kommt der Herbst mit mit viel zu großen Schritten auf uns zu. Heute Nacht kam der erste Frost, welcher im Garten vielen Pflanzen den Erfrierungstod brachte. Welk, aber mit einem filigranen Rauhreiffilm umhüllt, liegen die großen Zucchiniblätter auf der Erde darnieder. Einige winterharte Blumen trotzten dem Kälteanschlag und haben überlebt.

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Altweibersommermorgen.

Heute, ganz früh am Morgen, als die meisten Menschen noch schliefen, haben die Elfen und Zwerge ihre Gespinste über die Wiesen, Bäume und Sträucher gelegt. Zumindest erzählen dies die Erwachsenen den Kindern. Läuft man dann noch etwas schlaftrunken durch die Natur, verfängt man sich in diesen Gespinsten, die regelrecht auf der Haut kleben bleiben, meistens natürlich im Gesicht. Dabei sind

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Ein Herbstmorgen in Dresden.

Wie jeden Wochentagmorgen quäle ich mich aus dem Bett und mache mich anchließend auf den Weg zur Arbeit. Heute ist es irgendetwas anders. Mit noch halbgeschlossenen Augen, in Gedanken im kuschelig warmen Bett, nehme ich wahr, dass es heute noch nicht so richtig hell ist. Nebel wabert über die Elbwiesen. Verschlafen blinzeln mich die Elbschlösser auf der anderen Seite des

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Herbst im Emsland

Das Emsland ist flach, aber nur landschaftlich. Es gibt allerlei zu sehen. Dabei meine ich nicht die Kühe und Schafe, sondern Natur (sehr alte Bäume, Moore), die Meyer-Werft in Papenburg, sehenswerte Kirchen usw. Es befindet sich in Niedersachsen zwischen Papenburg im Norden, Meppen in der Mitte und Salzbergen im Süden, alles recht nah an der holländischen Grenze. Ich bin wieder

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